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Jeju – Das Urlaubsparadies Südkoreas Pt. I

Drei Tage im Urlaubsparadies Südkoreas, die Insel der kleinen Großväter, der Hallabong Frucht und von Stränden, welche aussehen, als wären sie gerade aus einem Hochglanzmagazin geklaut worden.

 

 

Fakten über Jeju

Jeju (제주, oder eigentlich Jeju-do, da das Kürzel „do“ für die Provinz steht) ist eine Insel und der südlichste Punkt Südkoreas.  Zudem ist es eine der neun Provinzen des Landes. Die Hauptstadt der Insel hat genaugenommen den gleichen Namen, wie die Insel, sie heißt Jeju-si („si“ steht für Stadt) oder einfach Jeju City.  Die Insel entstand auf Vulkangestein des Gebirges Hallasan, welcher mit 1.950m auch der höchste Berg  Südkoreas ist. Dieser ist ein erloschener Vulkan mit einem Kratersee und befindet sich in der Mitte der Insel. Heutzutage ist das Gebirge und seine Umgebung ein National Park. Die Insel verfügt über subtropisches Klima und ist eines der berühmtesten Urlaubsziele der Koreaner. Vor ein paar Jahren war es zudem auch einer der beliebtesten Orte für Flitterwochen. Heutzutage ist aber auch Europa ein populäres Ziel.

 

 

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Von kleinen Großvätern und neuen Früchten

dscn9270Dol hareubang  (돌 하르방) ist der koreanische Name der Steinfiguren, die überall auf Jeju zu finden sind. Um genau zu sein steht das Wort „dol“ (돌) für Stein und “hareubang” (하르방) für Großvater, es sind also die steinernen (kleinen) Großväter. Und natürlich werden diese kleinen dscn9106Skulpturen auch in allen möglichen Variationen als Souvenirs verkauft. Diese Versionen erinnern mich ehrlich gesagt ein bisschen an die kleinen Trolle aus dem Disney Film Frozen. Im Original stellen die Figuren allerdings Götter dar und sollten Schutz und Fruchtbarkeit bringen.

Ich glaube Hallabong und Tangerinen sind die meist verkauftesten dscn9510Früchte auf ganz Jeju. Hallabong ist eine Mischung aus Mandarine und Orange. Der weitverbreitetere Name der Frucht ist „Dekopon“ und ist eine Hybrid Frucht. In Südkorea wurde die Frucht allerdings nach dem Gebirge Hallasan im Zentrum der Insel benannt, wo das Obst am meisten angebaut wird. Neben den Früchten bieten die Märkte auch gepressten Saft, Schokolade und kleine Backwaren mit Hallabong- und Tangerinenfüllung an. Ebenfalls beliebte Füllungen für Schokolade sind Blaubeeren, grüner Tee und Kaktus Frucht.

 

 

Tag 1: Seongsan Ilchulbong und U-do

Seongsan Ilchulbong (성산 일출봉) ist einer der „must-see“ Sightseeing Points. Er sieht aus wie eine Kegel, geformt aus vulkanischem dscn9033Tuffstein, welches durch eine Eruption entstand. Seongsan Ilchulbong wird auch „Sunrise Peak“ (Sonnenaufgangs-Gipfel) genannt, da er sich auf der östlichen Seite von Jeju befindet und daher einen perfekten Blick beim Sonnenaufgang bietet. Eintrittskarten werden ab einer Stunde vor Sonnenaufgang verkauft. Allerdings fährt der öffentliche Nahverkehr erst ab 6 Uhr. Das war auch mein Problem, weshalb ich es leider nicht rechtzeitig zum Sonnenaufgang geschafft habe. Seongsan Ilchulbong gehört, neben dem Gebirge Hallasan und den Lava Höhlen Geomunoreum, zum UNESCO Weltkulturerbe.

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Ganz in der Nähe des Seongsan Ilchulbong liegt U-do (우도), eine andere, kleinere Insel. Diese entstand ebenfalls durch vulkanische Aktivitäten vor mehr als 2,1 Millionen Jahren. U-do ist nach seiner Form benannt, da diese an eine Kuh erinnert, weswegen sie auch „Cow island“ (Kuhinsel) genannt wird. Die Insel kann ganz einfach mit einer Fähre erreicht werden. Viele Koreaner füttern die Möwen mit Shrimp Chips. Manche der Vögel fraßen sie sogar aus deren Händen, andere fingen die Chips aus der Luft, die ihnen von den Schiffspassagieren zugeworfen wurden. Die Möwen schienen diese Chips auf jeden Fall sehr zu mögen. Wenn du die Möwen von nahem sehen magst, solltest du einfach eine Packung im nächsten Convenience Store (kleiner Lebensmittelladen) kaufen und es ausprobieren. Ehrlich gesagt hat es mir die Möglichkeit gegeben ein paar ganz gute Fotos von den Vögeln zu machen.
dscn9160Viele bringen auch ihre (gemieteten) Autos mit auf die Insel. Obwohl U-do viel kleiner als Jeju ist, ist sie dennoch zu groß, um sie nur zu Fuß zu besichtigen (ich muss leider sagen, dass ich aus Erfahrung spreche). Wenn du die Insel besichtigen magst und kein Auto hast oder es nicht mitbringen willst, solltest du zumindest ein Fahrrad oder besser ein Quad mieten. Andererseits wirst du kaum die Chance haben die wirklich schönen Orte der Insel zu sehen. Wenn du dir kein Fahrzeug ausleihen magst, würde ich einen Besuch nicht weiter empfehlen.

 

Richtung Meer in Ost-Jeju
 
 
Auf dem Weg zum Seongsan Ilchulbong.
 
Der Blick vom Gipfel des Seongsan Ilchulbong.
 
Die Treppen um auf den Seongsan Ilchulbong zu kommen.
 
Der Versuch ein nettes Foto zu machen - es war allerdings ein kleines bisschen windig...
Seongsan Ilchulbong
 
Koreanerinnen verkaufen frisches Sea Food.
 
 
Von der Fehre Richtung U-do.
Die berühmte Kuh auf der Insel U-do.
Am Strand von U-do
 
 
 
U-do ist bekannt für seine Pferde.
 
Tag 2: Viele Wasserfälle um Seogwipo
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Jeongbang Wasserfall

Seogwipo ist die zweitgrößte Stadt Jejus und nimmt den kompletten Südpart der Insel ein. In der Nähe des Zentrums der Stadt sind auch die Cheonjiyeon (천지연폭포) und Jeonbang Wasserfälle (정방폭포).  Ich besuchte beide Wasserfälle am selben Tag. Leider hat es allerdings den ganzen Tag geregnet, wie ihr auch auf den Fotos sehen werdet. Die meisten Koreaner trugen Regencapes, welche ich wirklich praktisch finde, man kam sich aber trotzdem ein bisschen wie unter lauter Teletubbies vor ;). Um die beiden Wasserfälle zu besuchen, muss man 2.000₩ (~ 1,67€) pro Wasserfall zahlen.

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Cheonjiyeon Wasserfall

Der Jeonbang Wasserfall ist der einzige ganz Asiens, welcher direkt ins Meer fällt. Zudem verkaufen Ajummas (ältere koreanische Frauen) frisches Sea Food am Wasserfall. Der andere Wasserfall, Cheonjiyeon, ist in der Nähe der Saeyeongyo Brücke (새연교). Ein Rundgang führt die Besucher zum Wasserfall. Vorher können auch einige kleinere Gefälle gesehen und die Strömung durch Steinplatten überquert werden. Die Übersetzung von Cheonjiyeon ist „Himmel verbunden mit dem Land“, der Wasserfall fällt also vom Himmel auf die Erde. In wärmeren Jahreszeiten kann auch das Donnaeko Valley (돈내코유원지) besucht werden, um dort im klaren Wasser des Wonang Pokpo Wasserfalls zu schwimmen. Das Wasser ist eiskalt, da es direkt vom Hallasan Gebirge kommt.

 

Die Soeyeongyo Brücke am Hafen von Seogwipo.
 
Die Jeongbang Wasserfälle
Koreaner verkaufen frisches Sea Food direkt am Wasserfall.
 
Auf dem Weg zu den Cheonjiyeon Wasserfällen.
Ein kleiner Großvater
 
Die Cheonjiyeon Wasserfälle
Eine Mandarinenente
 
 
 
 
 
Am Hafen von Seogwipo
 
 
Der Rundweg der Birds Island (Vogelinsel)
Große Spinnen in den Gebüschen
 
 
 
Am Donnoeko Valley mit den Wonang Pokpo Wasserfällen
 
Der Hafen von Seogwipo
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Seayongyo Brücke ist am Hafen von Seogwipo und führt zur Saeseom Insel (새섬). Die Übersetzung ist simpel, dscn9236Saeseom bedeutet „Vogelinsel“. Saesom hat einen warm, temperierten Wald mit Umweltschutz-
Zone. Ein Rundweg führt einmal um die Insel und bietet hübsche Spots. Aber sei gewarnt, falls du eine Spinnenphobie hast, ist dieser Rundgang vielleicht nicht das richtige für dich, denn in den Gebüschen sitzen riesige Spinnen (der Körper etwa so groß wie dein Daumen). Aber die Spinnen sind natürlich nicht giftig und bleiben eigentlich auch meist in ihren Spinnennetzen, also keine Angst. Die Brücke ist bei Nacht beleuchtet und der Hauptturm, welcher nach einem Schiffssegel designed wurde, wechselt seine Farben.

 

Hier geht es zu Part II:
Jeju – Das Urlaubsparadies Südkoreas Pt. II

 

 

 

 

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