Kategorie-Archiv: Berlin

Midsommar in Berlin

Dreißig Grad im Schatten, die Sonne scheint, das Bier ist kalt gestellt und Blumenkränze zieren das Haar. Am 24. Juni feierte Berlin sein Midsommar Festival mit traditionellem Mittsommerbaum.

 

 

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Skandinavische Traditionen

Midsommar oder in Deutsch „Mittsommer“ bezeichnet die Sommersonnenwende. An diesem Tag erreicht die Sonne ihre höchste Position am Himmel. Mitsommer wird besonders von Nordeuropäern gefeiert, wie Skandinaviern und – ganz speziell – in Schweden. Diese Länder weisen eine kurze Sommerzeit auf.  Während der Mitsommertage im Norden sieht es dort so aus, als würde die Sonne niemals untergehen. Es ist die hellste Nacht im Jahr. In Skandinavien wird Mitsommer an einem Freitag zwischen dem 19. und dem 25. Juni gefeiert.

 

 

Blumen unterm Kopfkissen

Das Mittsommer Festival in Berlin existiert seit 2012. Jedes Jahr treten hier unterschiedliche Bands und DJs auf, spielen Musik und laden zum Tanzen ein. Außerdem bietet das Festival einen Workshop, um zu lernen, wie man Blumenkränze zusammen steckt, einen Mittsommerbaum, traditionelle Tänze und Spiele. Zu Beginn des Events können die Besucher ihre eigenen Blumenkränze („midsommarkrans“) erfinden. Meine Freundin und ich haben uns daran probiertSDC11831 – mehr oder weniger erfolgreich. Wenn ihr übrigens beim nächsten Mal eigene Kränze kreieren wollt, solltet ihr möglichst gleich zu Beginn des Festivals kommen. Wir kamen zwei Stunden nach Beginn und hatten unsere Probleme noch Blumen zu finden, ganz zu Schweigen von Draht. Ich fürchte das war auch der Grund, weshalb meine Blumen leicht verwelkt aussahen.

Ich hab noch von einer süßen Tradition gelesen. Demnach soll man auf dem Nachhauseweg sieben verschiedene Blumen pflücken und diese in der Nacht unter sein Kopfkissen legen. Angeblich wird einem dann seine zukünftige Liebe im Traum begegnen. Ehrlich gesagt habe ich es ausprobiert, aber dummerweise kann ich mich nicht mehr an meine Träume von dieser Nacht erinnern. Vielleicht werde ich es nächstes Jahr dann nochmal probieren.



Tanzen  wie ein Frosch oder Flöte spielen

Ähnlich dem Maibaum ist der skandinavische traditionelle Mittsommerbaum, die „midsommarstång“. Die Leute tanzen um den Baum herum. Aber natürlich lässt es sich auch ohne Baum tanzen. Der Mittsommer Guide des Festivals erklärt verschSDC11871iedene Arten von Tänzen. Einer davon ist der „Små grodorna“, übersetzt meint es so viel wie „die kleinen Frösche“. Der Guide rät, man solle Frösche immitieren (und auch Schweine oder Elefanten). Ein anderer Tanz ist „Vi äro musikanter“ übersetzt in „Wir sind die Musikanten“. Die Regeln für diesen Tanz besagen verschiedene Instrumente wie Violine, Trompete und ähnliches zu imitieren. Eine weitere Tradition sind klassische Spiele wie der Eierlauf, Sackhüpfen oder einen Nagel, mit so wenig Schlägen wie möglich, in ein Brett zu schlagen. Außerdem wartet im hinteren Garten noch eine kleine finnische Sauna auf die Besucher (und daneben eine Wanne voller Eiswürfel).

Das Festival bietet zudem eine Menge verschiedener Foodtrucks und kleiner Essenswägen. Dort wird traditionelles Essen wie Köttbullar ebenso angeboten wie auch – und das wäre wohl nicht ganz so typisch für ein Mittsommerfest – Pommes, Waffeln und brasilianische Pfannkuchen.

 

 

Kostenlose Eintrittskarten in Berlin

Ich kann das Festival wirklich nur wärmstens weiter empfehlen. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich noch nie auf einem Mittsommerfestival in Skandinavien war und daher fürchte ich, dass ich die besten Mittsommefeste bisher verpasst habe. Trotzdem war das Festival ein schönes Erlebnis: Das Wetter war großartig, es hat total Spaß gemacht sich eigene Blumekränze zusammenzustecken und meine Freunde und ich haben auch die skandinavische Folkmusik sehr genossen. Ein kleiner Hinweis noch am Ende: Wenn du Lust hast zum nächsten Mitsommer Festival in Berlin zu gehen, solltest du dich unbedingt vorher registrieren, da du dann eine kostenlose Eintrittskarte erhälst. Wenn du erst an der Abendkasse ein Ticket kaufst, musst du dagegen zehn Euro bezahlen.

Offizielle Seite des “Midsommar Festivals” in Berlin

 

 

 

Karneval der Kulturen

Berlin ist für seine Multikulturalität bekannt. Und genau das ist einer der Gründe, weshalb die Berliner das Fest „Karneval der Kulturen“ jeden Mai in Kreuzberg feiern. Das Highlight des Festivals ist der große Umzug sonntags.

 

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Karneval der Kulturen in Kreuzberg

„Karneval der Kulturen“ ist ein riesiges Urban-Festival mit einem bunten Programm über vier Tage verteilt in Berlin-Kreuzberg. Und das beste: das Ganze ist kostenlos. Das Festival besteht zum einen aus vielen verschiedenen Ständen mit allem möglichen Gerichten und Getränken von aller Welt, aber natürlich auch Kleidung, Spielsachen, Musik Instrumenten, Schmuck und anderen kleinen Schätzen. Darüber hinaus hat das Festival einen „Grünen Bereich“ und viele Bühnen, auf denen verschiedene Künstler und Musiker ihr Programm präsentieren.

 

 

Empanada von einem uruguayischen Stand

Besonders gefallen haben mir die vielen kleinen Stände mit den unterschiedlichen Essensangeboten. Die Freude war besonders groß, als ich einen uruguayischen Stand fand, welcher Empanadas und Alfajores anbot. Leider waren die Alfajores bereits ausverkauft, aber zumindest bei den Empanadas hatte ich noch Glück und konnte ein Empanada con Carne (mit Fleisch) ergattern. Ich war im vergangen Jahr in Südamerika. Das war auch das erste Mal, als ich Empanadas (und Alfajores) probiert habe und habe mich gleich ein bisschen verliebt. Empanadas sind gebackene oder fritierte Teigtaschen. Sie können mit allem mögliche gefüllt sein, wie verschiedenem Fleisch, Gemüse, Käse und ähnlichem.

Ich kam gleich mit den Standbetreibern ins Gespräch und erzählte ihnen, dass ich im vergangen Jahr erstmals nach Uruguay gereist bin.

Empanada und Tartes
Empanada und Tartes

Sie schienen etwas überrascht (vermutlich weil ich klein und blondhaarig bin). Der Blick wandelte sich in Skepsis, als ich erzählte, dass ich alleine unterwegs gewesen war und mit dem Bus von Colonia del Sacramento (die kleine Stadt liegt im Südwesten Uruguays und ist mit der Fähre nur eine Stunde von Buenos Aires entfernt, wenn man den Río de la Plata überquert) in die Hauptstadt Montevideo gefahren sei.
Der Empanada vom Karneval der Kulturen war übrigens echt lecker, aber natürlich nicht ganz vergleichbar mit den Originalen aus Südamerika.

 

 

Viele Besucher beim Karnveal der Kulturen
Früchte und Gemüse
Im Park relaxen bei Live Musik und Bier
Alpaka-Pullover aus Peru
Schlüsselanhänger und Traumfänger
Bunte Hosen, Taschen und Schals
Alt-böhmischer Kuchen
Der Grüne Bereich
Das Festival endete um Mitternacht
Unterschiedliche Stände

An den verschiedenen Ständen vom Karneval der Kulturen lässt sich alles mögliche kaufen. Dort finden sich hübsche und exotische Kleidung, aber auch Accessoires wie Ketten und Armbänder. Es gab sogar ein Zelt mit einer Wahrsagerin, welche gegen Geld ihre Dienste anbot. Ein Mann versuchte mir eine aus Holz geschnitzte Flöte zu DSCN7168verkaufen, sie war richtig hübsch. Er bot auch tolle bemalte Rasseln an. Allerdings bezweifle ich leider, dass ich so eine gute Musikerin wäre. Ich wollte damals mal Gitarre lernen und kaufte mir die günstigste die ich im Internet finden konnte (Wenn ich mich richtig erinnere, bezahlte ich rund 30 Euro), aber wie das eben so ist, verließ mich die Muße dann doch recht früh und deswegen habe ich nie so wirklich das Spielen gelernt.

 

Parade und Straßenfest in Berlin
 
Fast zehn Stunden brauchte die Parade um vom Anfangspunkt am Hermannplatz bis zum Ende in der Yorkstraße/ Möckernstraße zu kommen
Verschiedene Karawanen präsentieren Tänze und zeigen ihre hübschen Kostüme
 
Brasilianische Tänzerinnen in ihren Kostümen
 
Blaue Avatare
 
Straßenumzug in Berlin

Eine der Highlights des Karnevals ist der Umzug am Sonntag. Über 1,3 Millionen Menschen kommen hier zusammen. Verschiedene Tanzgruppen, Musiker und andere Artisten feiern und tanzen durch die Straßen Kreuzbergs (vom Hermannplatz bis zur Yorkstraße/Möckernstraße) und verwandeln diese in eine große Bühne. In diesem Jahr startete die Parade um 14.30 Uhr und endete gegen Abend um ca. 21.30 Uhr. Sie bestand aus über 70 Gruppen. Die Zuschauer können auch selbst zum Teil des Umzugs werden und zwischen den großen Wägen zu dessen Musik mittanzen und feiern. Genau das machten auch meine Freunde und ich. Um ehrlich zu sein, es war nicht gerade meine Lieblingsmusik (ziemlich viel Techno), aber DSCN7198die Stimmung war wirklich großartig und die Leute einfach total gut gelaunt und verrückt (und einige eventuell auch etwas betrunken). Aber die Straßen waren einfach voller tanzender Menschen und das war ein wirklich tolles Gefühl. Alle Straßen, über die der Umzug zog, waren im Übrigen natürlich auch für den Autoverkehr gesperrt. Es war einfach eine gigantische Party und die ganze Stadt war Teil davon.

Die offizielle Homepage des “Karneval der Kulturen”

 

 

 

Food Market in Berlin

Ich liebe es neues Essen aus anderen Ländern kennenzulernen oder auch Gerichte zu essen, die ich bereits von meinen letzten Reisen kenne (das erinnert mich immer an die guten Zeiten dort). Deswegen habe ich mich auch besonders gefreut, als ich gehört habe, dass es regelmäßig einen Food Market am „Görlitzer Bahnhof“ in Berlin gibt.

Arepas

 

Von der Schweiz bis nach Peru …

In Berlin kann zwischen verschiedenen Food Märkten gewählt werden. Ich war mit einem Freund in der „Markthalle Neun“ (Eisenbahnstraße 42/43, Berlin-Kreuzberg) in der Nähe des „Görlitzer Bahnhofs“ (U1) und wollte dort einige neue kulinarische Experimente wagen. Der Markt hat jeden Donnerstag zwischen 17.00 und 22.00 Uhr geöffnet. Dort finden sich alle möglichen Gerichte von so ziemlich jedem Fleckchen Erde, den es so gibt. Von der Schweiz bis Peru, über den Vietnam bis zu Italien kann zwischen verschiedenen Ständen mit unterschiedlichem Essen, auch aus „ungewöhnlicheren“ Ländern, gewählt werden.

Sommerrolle

Als erstes entschieden wir uns für etwas Asiatisches, was uns als „Sommerrolle“ angepriesen wurde. Dabei handelt es sich um gefülltes Reispapier mit Tofu, Paprika, Gurke, Reisnudeln, Chinakohl und frischen Kräutern mit Erdnuss-Hoisin Soße. Es war richtig lecker.  Mein Freund kauft sich noch etwas ähnliches wie Samosa gefüllt mit Fleisch von einem afrikanischen Stand.

Die Location des Foodmarkts: Die Markthalle Neun
"Sommerrolle" an einer der aasiastischen Stände
Kimshi, ein typisches Gericht aus Korea
Ein Naanwich mit Fleisch vom indischen Stand
Ein Plätzchen, zum Ausruhen, ein Glas Wein trinken und um sich zu unterhalten
Kleine leckere Kuchen
Mein Dessert: Mousse au chocolat in einer fluffigen Waffel

Naan Brot + Sandwich = Naanwich

Es war wirklich ziemlich schwierig sich zwischen den einzelnen Angeboten zu entscheiden, da es so viele unterschiedliche und kreative Gerichte gab, welche auch einfach so lecker aussahen. Am Ende haben wir uns schließlich für „Naanwich“ entschieden. Das Wort setzt sich aus den beiden Begriffen des Naan Brotes (für Indien typisches Brot) und natürlich dem Sandwich zusammen. Da liegt es nahe, dass es sich bei „Naanwich“ um indisches Essen gehandelt hat. Es konnte zwischen Fleisch (12 Stunden gekochtes Schweinefleisch) und Tikka Käse (Panir) gewählt werden. Das war mit Salat, verschiedenes Gemüse, Koriander und Mint-Joghurt-Soße in Brot eingewickelt. Es war aber alles andere als einfach das zu essen, dafür schmeckte es umso besser (ehrlich gesagt liebe ich indisches Essen sowieso).

Fluffige Waffeln gefüllt mit Mousse au Chocolat

Mein Freund entschloss sich noch den Wein zu probieren, der auf dem Markt an einem Weinstand angeboten wurde. Ich wollte mein Geld lieber in einen Nachtisch investieren. Leider habe ich den Namen vergessen. Aber es war eine Waffel (total fluffig) auf eine bestimmte Art eingerollt, bis es Ähnlichkeit mit einer normalen Eiswaffel hatte, und gefüllt mit Mousse au Chocolat. Natürlich konnte man zwischen verschiedenen Füllungen wählen, neben Baileys auch zwischen Erdbeer, Banane, Nutella oder einfach klassisch mit Zimt und Zucker. Der Abend war wirklich sehr gelungen, weswegen wir auf jeden Fall mal wieder kommen werden. Nach dem der Markt geschlossen hatte, dehnten wir den Abend noch etwas mit einem Bier in der nächsten Bar aus.

Offizielle Seite: Markthalle Neun

 

Japanischer Weihnachtsmarkt in Berlin

In Japan leben rund zwei Prozent Christen. Ziemlich sicher ist es also nicht unbedingt das erste Land, welches man mit Weihnachten in Verbindung bringen würde. Aber diese Tatsache hat Berlin nicht davon abgehalten, einen Japanischen Weihnachtsmarkt zu veranstalten. Bitte einmal nach unten scrollen …

 

 

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Am Wochenende des zweiten Advents bin ich mit meinen Mitbewohnern auf dem Japanischen Weihnachtsmarkt in Berlin gewesen (Wir können manchmal etwas nerdig sein, wenn es um Asien geht). Der Markt war in einer großen Halle in Alt-Treptow. Auf den ersten Blick erschien mir der Markt nicht besonders weihnachtlich (auf den zweiten allerdings auch nicht). Es wurden allerlei Stände mit typischen, japanischen Dingen wie Stofftieren, Bildern, kleine Action-Figuren und anderen Accessoires angeboten. Es gab auch eine ganze Menge selbsthergestellter Kimonos und selbstgestalteter Kunst. Die Verkäufer kamen aus Deutschland oder Japan, einige waren extra angereist um ihre japanischen Produkte zu präsentieren und zu verkaufen. 

Hübsche Kimonos
Japanische Kunst
Sumoringen zum Ausprobieren
Thuna-Don und Zenzai
Japanisches Curry mit Reis
Made in Japan
Korokke (ähnlich wie Kroketten)
Yakitori (Huhn)
Gyoza
Natürlich gab es auch jede Menge verschiedener japanischer Speisen. Mit dem Trend mitgehend wurden auch einige vegane Produkte angeboten. Natürlich waren sehr viele Gerichte mit Reis wie etwa japanisches Curry oder Thuna Don. Letzteres ist eine Schüssel Reis mit mariniertem Thunfisch-Sashimi. Andere Kleinigkeiten waren Yakitori (Hühnchen) oder verschiedene Crepe mit Füllungen wie Lachs-Teriyaki, Kimchi-Käse oder Matcha-Atzuki. Darüber hinaus wurde ein Art Hot Dog angeboten, welcher mit Kimchi, Wasabi und Teriyaki gefüllt sein konnte. Okonomiyako erinnerte mich an Pfannkuchen, ich denke, man könnte es durchaus damit vergleichen. Natürlich wurde auch typisches Essen angeboten wie Sushi oder japanische Suppe. Es gab auch Zenzai. Das ist eine süße Suppe aus roten Bohnen.

Es war wirklich schwierig nur ein Gericht auszusuchen, denn das Angebot war riesig. Ich entschied mich dazu Gyoza zu probieren. Das sind Teigtaschen gefüllt mit Fleisch (Schwein) oder Gemüse (vegetarisch). Man könnte sie wohl am ehesten mit den deutschen Maultaschen vergleichen.

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Meine Gyoza

Serviert werden sie mit Soja Sauce. Sie waren wirklich sehr lecker, allerdings wartete ich auch eine gute Stunde, bis ich die kleinen Teigtaschen endlich in meinen Händen hielt. Das lag zum einen daran, dass die Zubereitung wirklich sehr viel Zeit beansprucht und zum anderen standen auch wirklich viele Menschen an dieser Essensschlange an. Aber am Ende hatte sich das lange Warten doch gelohnt, denn der Verkäufer gab mir eine Teigtasche mehr. Daher an dieser Stelle vielen Dank an die lieben Japaner.

 

 

 

Weihnachtsmärkte Berlin Pt.II

In Part II nehme ich die Weihnachtsmärkte am Kurfürstendamm, auf dem Alexanderplatz und in der Nähe des Roten Rathauses in Berlin unter die Lupe. Hier erfahrt ihr, wo ihr Schlittschuh laufen gehen könnt und wo es echten Schnee gibt, der nicht vom Wetter abhängig ist.

 

 

City-Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche

Eine der bekanntesten Kirchen Berlins ist die „Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche“ am Kurfürstendamm in Charlottenburg.

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Die Stimmung des City-Weihnachtsmarkts besticht vor allem durch seine vielen Lichter mit denen Bäume und Stände geschmückt sind. Außerdem können Besucher eine vierstöckige Weihnachtspyramide bewundern mit unterschiedlichen Figuren aus dem Krippenspiel.

Der Eintritt des City Weihnachtsmarkts
Der große Weihnachtsbaum am Eingang
"Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche" in der Mitte des Weihnachtsmarktes
Ein Teppich aus Lichtern
Die Weihnachts-Pyramide
 
Eine riesige Christbaumkugel

Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz

Der Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz hat viele verschiedene Essensstände mit deutscher Bratwurst, französischen Crepes und  gebrannten Mandeln.

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Aber auch an zahlreichen anderen Buden kann Allerlei erworben werden. Von Kerzen, über Sternenlampen, zu Seife, Kleidung und Christbaumschmuck können hier noch die letzten Weihnachtsgeschenke gefunden werden. In der Mitte der Weltzeituhr des Alex‘ steht das riesige Kinderkarussell und eine riesige Weihnachtspyramide. In einem der unteren Stockwerke der Pyramide befindet sich ein kleiner Raum, indem man genüsslich seinen heißen Glühwein trinken kann. Aber auch Außen sorgen kleine Feuerstellen für Wärme. Immer zur vollen Stunde fällt Schnee von der Pyramide (der Schnee ist Schaum).

Die Weihnachtspyramide im Hintergrund der Weltzeituhr am Alexanderplatz
Schnee mit dem Berliner Fernsehturm im Hintergrund
Schnee an der Weihnachtspyramide
Alexanderplatz

Weihnachtsmarkt am Roten Rathaus

Nicht weit weg vom Weihnachtsmarkt des Alexanderplatzes ist der nächste große Markt. Er ist in der Nähe des Roten Rathauses.

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Das Riesenrad ist schon von Weitem zu sehen. Auch die Eisbahn rund um den Neptunbrunnen gehören zu den Highlights. Ein besonderes Gericht in Berlin ist Grünkohl, welcher für gewöhnlich mit Würsten serviert wird. Ein anderes spezielles Gericht sind Lángos aus Ungarn und Bratäpfel.

Verschiedene Dekos und Lichterketten
Das Riesenrad neben der Weihnachtspyramide
... Bratäpfel
 

 

 

 

Weihnachtsmärkte Berlin Pt.I

Berlin hat über 50 verschiedene Weihnachtsmärkte, einer von ihnen ist der skandinavische Lucia Weihnachtsmarkt mit Glögg, Feuerzangenbowle und der „Open-Air-Mantel-Heizung“. Weitere Märkte finden sich am Schloss Charlottenburg und am Potsdamer Platz.
 

Lucia Weihnachtsmarkt

Ich bin gerade erst nach Berlin gezogen. – Die Hauptstadt Deutschlands bietet zahlreiche Weihnachtsmärkte in den verschiedenen Stadtteilen Berlins. In den nächsten Wochen möchte ich einige der Märkte besuchen und meine Eindrücke mit euch teilen.

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Den ersten Weihnachtsmarkt, den ich besucht habe, ist der „Lucia Weihnachtsmarkt“ am Prenzlauer Berg. Ihr findet den Markt in der „Kulturbrauerei“ an der U-Bahn Haltestelle „Eberswalder Straße“.

Der Markt ist nach Lucia benannt, der Lichtbringerin aus Skandinavien. Ihr Fest wird jedes Jahr am 13. Dezember gefeiert. Auf dem Markt können leckere Getränke aus dem hohen Norden probiert werden, wie etwa Glögg. Aber natürlich findet ihr hier auch klassischen (deutschen) Glühwein oder eine Tasse Feuerzangenbowle.

Auch für Frostbeulen hat der Markt mit seiner „Open-Air-Mantel-Heizung“ vorgesorgt. Dabei kann sich unter einen warmen Mantel gekuschelt werden, welcher in Kombination mit einer Heizung, welche durch einen nebenstehenden Ofen beheizt wird, kuschelig warm hält.
Ein Stand mit verschiedenen Kerzen und Dekos
 
 
Feuerzangenbowle
Open-Air-Mantel-Heizung
Open-Air-Mantel-Heizung

Weihnachtsmarkt am Charlottenburger-Schloss

Charlottenburg ist eines der teuersten Stadtteile Berlins, aber meiner Meinung nach zugleich auch eines der schicksten. Das Viertel hat mehrere Weihnachtsmärkte, einer ist der am Schloss Charlottenburg nahe der S-Bahn Station „Westend“.

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Der Weihnachtsmarkt ist verhältnismäßig groß und hat extra einen eigenen Bereich für Kinder mit verschiedenen Karussellen, einer kleinen Achterbahn und einem speziellen Zug für angehende Lokführer.

Darüber hinaus verkaufen (internationale) Budenbesitzer Allerlei wie Weihnachtsdekorationen, Kerzen, Schmuck, aber auch Kunst und handgefertigte Werke. Außerdem wird ein breites Angebot an verschiedenen Speisen geboten, natürlich auch die klassische Bratwurst.  Zudem können auch weitere, typische Weihnachtsgerichte probiert werden wie Lebkuchen, frisches Brot aus dem Steinofen und Pilzpfannen.

Neben einer Weihnachtspyramide, kann auf dem Weihnachtsmarkt auch eine Krippe besichtigt werden. Das Highlight stellt natürlich das Schloss Charlottenburg selbst dar, welches die ganze Nacht verschieden farbige Lichtilluminationen bietet.

 
Die Krippe, welche die Weihnachtsgeschichte erzählt
Ein Zug voller Süßigkeiten
 
 
Weihnachtsschmuck
Die Weihnachtspyramide am Schloss Charlottenburg
Das Schloss Charlottenburg
Das Schloss Charlottenburg

 

„Winterwelt“- Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz

Der Potsdamer Platz gehört zu den beliebtesten Touristen Zielen. Neben Sightseeing kann auf dem Potsdamer Platz auch ein Weihnachtsmarkt besichtigt werden, um genau zu sein sogar zwei, denn die Märkte sind aufgeteilt. Die beiden Weihnachtsmärkte sind sehr einfach mit Hilfe von S- und U-Bahn zu erreichen, die Station heißt ebenfalls „Potsdamer Platz“.

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Der Weihnachtsmarkt hat eine riesige Rutschbahn aus Eis (allerdings muss hierfür Eintritt gezahlt werden). Weiter kann sich auch am Eisstockschießen oder Schlittschuh laufen geübt werden. Die „Salzburger Schmankerl‘ Hüttn“ bieten zudem verschiedene typische Gerichte aus Deutschlands Nachbarland Österreich. Neben „Obazda“ (eine pikante Käsezubereitung – vor allem sehr typisch für Bayern), „Brettljause“ (eine Holzplatte voller verschiedener Wurst- und Fleischsorten), Gulasch, „Kasnocken“ (ähnlich der deutschen Version von Käsespätzle), auch süße Gerichte wie Kaiserschmarrn, Sachertorte und Apfelstrudel.

Eines meiner Lieblingsnaschereien auf dem Weihnachtsmarkt des Potsdamer Platzes war „Schneeballen“. Ich habe es das erste Mal dort auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin entdeckt. „Schneeballen“ sind riesige, keksartige Bälle mit Schokoladenglasur und verschiedenen Füllungen. Ich habe mich für einen mit weißer Schokolade und Nougat-Füllung entschieden. Ich will ja nicht zu viel Schleichwerbung machen, aber diese „Schneeballen“ waren echt verdammt lecker.

Natürlich ist essen nicht das einzige, was auf dem Weihnachtsmarkt des Potsdamer Platzes gemacht werden kann. Um genau zu sein bietet sich der Markt bzw. seine Geschäfte drum herum zum Weihnachtsshopping ein. Das nebenstehende Kaufhaus ist voller goldener Lichter und über und über mit Weihnachtsschmuck verziert. Meiner Meinung nach ist es etwas kitschig (aber Hey, es ist Weihnachten). Auch ziemlich kitschig ist der riesige und bunte Weihnachtsbaum, welcher über und über mit Lichtern geschmückt wurde, vor dem Theater am Potsdamer Platz. Zu aller letzt bieten aber natürlich auch die Budenbesitzer Verschiedenes wie Kleidung, Weihnachtsschmuck, Lampen oder handgemachte Wollmützen an.

Eine Rutschbahn aus Eis
Der kitschige Weihnachtsbaum ...
 
 
 
Das Einkaufszentrum ...
Im Einkaufszentrum
Der Weihnachtsbaum vor dem Theater am Potsdamer Platz
"Schneeballen" - Schneebälle aus Schokolade