Little Stories aus Spanien – Kurze Geschichten, Kuriositäten und Trivia

The pillows of Händlerlogo Palau de la Música Catalana

 Little Stories ist eine Kategorie, welche ich auf meinem Instagram-Kanal gestartet habe und wo ich kurze Geschichten, Kuriositäten oder Trivia poste. Hier kannst du alle Postings über Spanien finden. #littlestories

The balcony bridge of Barri Gotic
#8 Der beste Blick auf Barcelona

Beinahe jede Stadt bietet eine Möglichkeit, die Skyline von einem Aussichtspunkt, dem Dach einer Bar oder von einem Hügel aus zu sehen. Insbesondere Barcelona bietet einige gute Gelegenheiten, die Stadt aus verschiedenen Perspektiven von oben aus zu betrachten (ohne dafür zahlen zu müssen). Für mich ist die schönste und nächste Aussicht direkt hinterm Park Güell. Folge einfach den Serpentinen und nutze die Rolltreppen der Stadt, um auf den Turó del Carmel und den Turó de la Rovira (les búnkers del Carmel) zu kommen.
Turó del Carmel ist der Hügel direkt hinter Park Güell. Dort findet sich auch der gutbesuchte Aussichtspunkt Mirador de Joan Sales, welcher ganz in der Nähe von Gaudís Park liegt und daher auch etwas überlaufen ist. Folge daher von dort aus dem Weg weiter hinauf zur Spitze des Hügels und lasse (zumindest die meisten) Leute hinter dir – das hat zumindest für uns sehr gut funktioniert. Oben hat uns ein schöner 360 Grad Blick mit Wiesen voller Wildblumen erwartet.
Turó de la Rovira ist ein 262 Meter hoher Hügel, welcher besonders für seine Bunker bekannt ist. Diese sind die Überreste von Flugabwehrgeschützen und wurden in den 1930er-Jahren während des Spanischen Bürgerkriegs zum Schutz Barcelonas erbaut. Sie wurden 2011 renoviert und gehören nun zum Kulturerbe des MUHBA (Museu D’Història de Barcelona).
Die beiden Hügel sind Teil des sogenannten Balkons von Barcelona und zusammen mit dem Turó de la Creueta del Coll Teil des Els Tres Turons – Die drei Hügel.

Ein weiterer Aussichtspunkt, Telefèric de Montjuïc, liegt direkt am Meer und befindet sich somit auf der anderen Seite von Barcelona. Von dort hast du die Stadt auf der einen und das Meer auf der anderen Seite. Du kannst entweder die Seilbahn nach oben nehmen oder du läufst die 87 Meter einfach. Wobei ich sagen muss, dass der Ausblick in meinen Augen etwas weniger spektakulär ist, dafür aber einen weiteren Blickwinkel auf die Stadt bietet. Außerdem sind die Parks oben auf jeden Fall einen Besuch wert.
Ein weiterer berühmter Aussichtspunkt ist etwas weiter entfernt von der Stadt: Tibidabo. Der kleine Berg ist 512 Meter hoch und berühmt für seine hübsche Kirche Temple Expiatori del Sagrat Cor auf der einen und dem Freizeitpark Tibidabo auf der anderen Seite.


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Little Stories aus Italien – Kurze Geschichten, Kuriositäten und Trivia

Procida in Italy

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Rome
#4 Der beißende Mund aus Stein

Bist du jemals von einem Stein gebissen worden?

Die heutige #littlestory führt uns in Italiens Hauptstadt Rom. La Bocca della verità (der Mund der Wahrheit) ist aus Marmor und wurde 1953 durch den Film Roman Holiday mit Gregory Peck und Audrey Hepburn bekannt.

Die Geschichte und die ursprüngliche Verwendung des Steinmundes sind bis heute nicht ganz geklärt. Manche sagen, es sei ein früheres Relikt eines Altars von Herkules und wurde als Kanalabdeckung verwendet. Andere denken, dass es den Titanen Oceanus aus der Griechischen Mythologie darstellt. Eine weitere Theorie glaubt, dass die Öffnung des Mundes zum Ablassen von Rinderblut genutzt wurde, welches Herkules geopfert wurde.

Der wohl bekannteste Mythos besagt, dass der Mund Lügen aufdecken kann. Wenn man seine Hand in die Mundöffnung legt und dabei lügt, soll der Stein zur Strafe die Hand abbeißen. (Wenn man die Wahrheit sagt, passiert dagegen nichts). Ich habe gelesen, dass es im Mittelalter sogar vom Gesetz verwendet wurde. Waren die Richter “sicher”, dass der Täter gelogen hatten, wiesen sie ihren Helfer an, die Hand von der anderen Seite abzuhacken.

Heute ist der Mund der Wahrheit eine berühmte Touristenattraktion und wird von vielen als Fotomotiv genutzt. Natürlich müssen dafür auch die Hände in den Mund gesteckt werden (um fair zu sein, wir waren auch dort – und ich freue mich zu sagen, dass ich immer noch beide Hände habe).
Ich erinnere mich an unseren Urlaub in Kroatien, wo es einen ähnlich aussehenden Automaten gab, der allerdings als eine Art Wahrsager genutzt wurde – also einem wurde quasi aus der Hand gelesen. Ich habe gelesen, dass sich einige dieser Automaten auf der ganzen Welt verteilt finden.

Wenn du Rom besuchst, kannst du den Mund der Wahrheit vor der Kirche Santa Maria in Cosmedin an der Piazza della Bocca della Verità finden. Die Scheibe wurde Mitte des 17. Jahrhunderts in die Kirche überführt.


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Little Stories aus Dänemark – Kurze Geschichten, Kuriositäten und Trivia

Tower in Denmark

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#2 Eine Wand voller Schuhe und ihre Geschichte

Welche Schuhe hast du getragen, als du die Welt bereist oder dich verliebt hast, als du zu deinem letzten Vorstellungsgespräch gegangen bist oder auch als du wegen der Quarantäne zu Hause bleiben musstest?

Diese Little Story ist über eine grüne Wand voller Schuhe, einem Kunstwerk aus Kopenhagen. Die Arbeit des dänischen Künstlers Jakob Amsgaard war Teil einer Street Art Zusammenstellung an den grünen Wänden um die Baustelle der neuen Metro Kopenhagens. Seit 2011 sind die umliegnden Zäune offen für Künstler und ihre Werke als ein temporäres Urban Lab (eine urbane Experimentierstätte).
Din sko, din historie, ny start” sagt das Schild an der Wand, das bedeutet übersetzt “Deine Schuhe, deine Geschichte, Neuanfang”. Erzähle mir eine Geschichte über deine Lieblingsschuhe, wann hast du sie getragen? Schuhe erzählen eine Geschichte, zusammen mit ihrem Besitzer – aber nicht jede*r hat Schuhe. Das war die Idee hinter Amsgaards Installation vom Juli 2014. Menschen konnten acht Stunden lang ihre Schuhe spenden und ihnen damit eine neue Geschichte geben. Damit unterstützen sie jedoch nicht nur ein kreatives Projekt, sondern konnten auch Solidarität zum Ausdruck bringen. Die Spenden und alle übrig gebliebenen Schuhe wurden an Grace Kbh weitergegeben, eine Initiative des Blå Kors Danmark (Blaues Kreuz) für Obdachlose. Das Kunstwerk machte damit auf die Problematik von Obdachlosigkeit in der Nachbarschaft Kopenhagens aufmerksam.

Eine Wand voller Schuhe: Din sko, din historie, ny start

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