Schwerin – ein Tagesausflug von Berlin

The castle of Schwerin

Nur 2,5 Stunden dauert die Zugfahrt von Berlin in die Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns. Eine Stadt, die oft vergessen und eher unterschätzt wird, dabei überzeugt Schwerin mit seinem Charme und seiner Architektur, wie seinem berühmten Schloss, seiner Altstadt und seiner Nähe zur Ostsee.

Palace Schwerin

Schwerin ist eine dieser Städte, die sich bei einem Besuch als eine nette Überraschung entpuppen. Anfangs erwarteten wir nicht allzu viel, als wir Schwerin mehr durch Zufall als einen Wochenendausflug planten, doch letztendlich hat es uns mit seinem Charme und seiner Schönheit auf jeden Fall überzeugt. Es hat eine wunderschöne Altstadt und natürlich sein wundervolles Schloss, welches such das Stadtbild prägt. Du kannst den Palast auf fast jedem Foto finden, wenn du Schwerin vor deinem Besuch googelst. Das Schloss Schwerin befindet sich auf einer Insel, welche von dem gleichnamigen See umgeben ist. Daher kannst du es entweder mit einem Boot vom Wasser aus erkunden oder du machst einen Spaziergang drumherum.

💡 Fakten über Schwerin

Schwerin ist die Landeshauptstadt und zweitgrößte Stadt (nach Rostock) Mecklenburg-Vorpommerns. Sie befindet sich im Norden Ostdeutschlands, etwa 225 km entfernt von Berlin. Zur anderen Seite ist auch das Meer nicht weit. Schwerin ist nur etwa 30 km weit von Wismar, eine Stadt, welche direkt an der Ostsee liegt. Daher ist es ein perfektes Ziel für einen Wochenend- oder auch Tagesausflug.

Bummeln durch Schwerin
Schwerin Cathedral of the Old Town

Du wirst keinen Stadtplan brauchen, Schwerin ist klein und kann ganz einfach zu Fuß erkundet werden. Die Stadt bietet zudem auch Wegweiser, welche dir bei der Orientierung helfen. Eine weiterer Anhaltspunkt ist aber auch der auffällige Turm des Schweriner Doms, welcher 117,5 m in den Himmel über der Altstadt ragt.

Dein Besuch im Schloss Schwerin

Das Schloss Schwerin war der Sitz der Herzöge und Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin. Heutzutage ist der Palast jedoch nicht mehr nur ein historischer, sondern auch ein politischer Ort. Seit 1990 wird es als Sitz des Landtags des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern genutzt. Der restliche Teil des Schlosses dient als Museum und kann von Touristen besichtigt werden. Der Eintrittspreis liegt bei 8,50 €, verfügt jedoch auch über Ermäßigungen. Kinder (unter 18 Jahren) haben freien Eintritt. Der Park und die Gärten sind ebenfalls für die Öffentlichkeit zugänglich und können auch ohne Ticket besucht werden. Ich würde in jedem Fall empfehlen, einen Spaziergang um das Schloss zu machen.

🚌 Wie du mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln von Berlin nach Schwerin kommst
Schwerin ist ganz einfach mit der (Regional-) Bahn oder dem Bus zu erreichen.

Von Berlin aus kannst du den RE2 Richtung Wismar nehmen, die Fahrt dauert in etwa 2:30 Stunden. Die Züge fahren von vielen verschiedenen Bahnhöfen ab, darunter Berlin-Spandau, Zoologischer Garten, Berlin Hauptbahnhof (Hbf), Friedrichstraße, Alexanderplatz, Ostbahnhof und Ostkreuz.

Falls du mit dem Bus fahren möchtest, kannst du beispielsweise das Busunternhmen Flixbus nutzen. Sie bieten normalerweise eine direkte Fahrt pro Tag an, die etwa 2:45 Stunden dauert. Normalerweise fährt der Bus vom Berliner ZOB (Nähe Messe Nord/ICC) ab.

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Berlins beste Orte für die Kirschblüten-Saison

Cherry Blossom in Berlin

Was hat die Kirschblüten-Saison in Berlin mit dem Kalten Krieg zu tun? Welche Rolle spielte Japan dabei? Und wo findest du die besten Orte für ein Meer aus rosa Blüten? – all das wirst du im folgenden Blogbeitrag erfahren.

Jedes Jahr zwischen Mitte April und Anfang Mai erblüht Berlin in einem Meer aus rosa Kirschblüten. Der genaue Zeitraum hängt von der Wetterlage ab und wie früh es im Jahr warm wird. Normalerweise blühen die Bäume zwischen zwei und drei Wochen.

💡 Informationen über Kirschblüten
Kirschblüten (auch Japanische Kirsche) oder in japanisch “Sakura” (桜 ) genannt, ist die weiße oder rosafarbene Blüte der Zierkirsche und von besonderer Bedeutung in Japan. Die Blüten des Baumes werden als die Nationalblume des Landes verstanden. In Japan steht es für die Attribute Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit. In Japanisch wird es unter dem nicht-übersetzbaren Wort mono no aware” (物の哀れ) zusammengefasst, welches das bittersüße Gefühl des verblassenden Moments vergänglicher Schönheit beschreibt. Die Kirschblüten-Zeit in Japan markiert den Höhepunkt des japanischen Kalenders und den Beginn des Frühlings.
Die Japanische Kirsche ist nur ein Zierbaum und steht im Kontrast zum üblichen Kirschbaum, der wegen seiner Früchte angebaut wird.
Ein Geschenk aus Japan

Deutschland bekam die Kirschblüten 1990 als Geschenk von Japan zur deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober. Hierfür startete der japanische Fernsehsender TV Asahi eine Spendenaktion zur Bepflanzung von Kirschbäumen. Sie sammelten Geld für mehr als 9.000 Bäume, die meisten von ihnen wurden in Berlin aufgestellt.

Austausch von Spionen während des Kalten Kriegs

Die ersten Bäume wurden an der Glienicker Brücke im November 1990 angepflanzt. Die Brücke verbindet Potsdam (frühere DDR) mit (West-)Berlin und war von besonderer Bedeutung während des Kalten Kriegs, da sie von den USA und der Sowjet Union damals zum Austausch von Spionen genutzt wurden. Bis heute markiert die Brücke die Grenze (heute nur noch die Grenze zweier Bundesländer) und ist in zwei verschiedenen Grüntönen gestrichen. Sowohl die DDR als auch die BRD strichen jeweils etwa die Hälfte der Brücke. Der Teil, der von Berlin gestrichen wurde, ist dabei in einem etwas dunkleren Grünton. Das kommt zum einen daher, dass Ostdeutschland einen dezent helleren Farbton ausgewählt hat, zum anderen aber auch durch die Witterungsverhältnisse, da Westdeutschland die Brücke bereits einige Jahre zuvor gestrichen hatte.

Die längste Kirschblüten-Allee Berlins

Mehr als 1.000 Bäume säumen die TV-Asahi-Kirschblütenallee am Mauerweg zwischen dem früheren West-Berlin und der DDR. Die Allee ist mehr als 100 Meter lang. Normalerweise findet auch jedes Jahr das Hanami Festival statt. Hanami (花見) ist japanisch und bedeutet wörtlich übersetzt “Blumenschau”. Es beschreibt die japanische Tradition des gemeinsamen Besuchs und Bestaunens der ersten Kirschblüten im Frühling. In Berlin bietet das Festival ein Picknick, japanisches Essen und ein kulturelles Programm.

❗️ Kirschblütenticker
Die Stadt Teltow in Brandenburg hat einen eigenen Kirschblütenticker entwickelt. Hierdurch kann direkt von zu Hause der Zustand der Bäume an der TV-Asahi-Kirschblütenallee, der längsten Kirschblütenallee Berlins, beobachtet werden. Der Ticker besteht aus einer Fotogalerie mit aktuellen Bildern der Blüte, welche jeden zweiten Tag während der Kirschblüten-Saison erneuert wird. Du kannst den Ticker hier anschauen.
Kirschblüten treffen auf deutsche Geschichte

Die Kirschblütenbäume wurden fast ausschließlich entlang des Mauerwegs gepflanzt und markieren einige historische Orte in Berlin. Viele der Bäume befinden sich auch unter der “Bösebrücke“. Hier war am 9. Nemvember 1989, am Tag des Mauerfalls, die erste Grenzöffnung von Ost- nach West-Berlin.

🚌 Wie du zu den Kirschblüten kommst
📍 TV-Asahi-Kirschblütenallee (Grenze zwischen Berlin-Lichterfelde und Teltow):
Nimm die S25 oder S26 bis zur S-Bahn Haltestelle Lichterfelde-Süd. Von dort folgst du dem Holtheimer Weg. Nach etwa 550 Metern solltest du die Kirschblüten erreichen.
📍 Unter der Bösebrücke an der Bornholmer Straße (Prenzlauer Berg/Gesundbrunnen):
Der Mauerweg mit seinen Kirschblütenbäumen verläuft direkt unter der S-Bahn Brücke der Station Bornholmer Straße (S1, S2, S25, S26, S8, S85).
📍 Volkspark am Weinberg oder auch Weinbergpark (Mitte):
Du erreichst den Weinbergpark von der U-Bahn Station Rosenthaler Platz (U8) in rund 5 Minuten zu Fuß.
📍 Zionskirchstraße (Mitte):
Die Zionskirchstraße ist nur etwa weitere 5 Minuten zu Fuß vom Weinbergpark entfernt. Wenn du der Straße Richtung gleichnamiger Kirche folgst, wrist du eine Kirschblüten-Allee mitten in der Stadt entdecken.
📍 Schwedter Straße am Mauerpark (Prenzlauer Berg):
Die Schwedter Straße am Mauerpark liegt zwischen den U-Bahn Stationen Bernauer Straße (U8) und Eberswalder Straße (U2).
📍 Strausberger Platz (Friedrichshain):
Die Kirschbäume sind direkt an der U-Bahn Haltestelle Strausberger Platz (U5).
📍 Gärten der Welt (Marzahn):
Die Gärten der Welt bieten 22 verschiedene Garteninstallationen. Der Park kostet Eintritt und wird am besten mit der U5 bis zur U-Bahn Station Kienberg – Gärten der Welt angefahren.
Klicke hier, wenn du die offizielle Seite besuchen und noch mehr Informationen erhalten willst.
In und um Berlin sind diverse Spots, besonders entlang des Mauerwegs, an denen noch mehr Kirschblütenbäume stehen. Die hier genannten sind die bekannteren Standorte.
Der öffentliche Nahverkehr in Berlin heißt BVG, klicke hier für mehr Zugverbindungen.

Zuerst geschrieben am Mittwoch, den 12. Mai 2021: Du hast den Beitrag Berlins beste Orte für die Kirschblüten-Saison auf My Travel Journal-Blog gelesen.

Urban Art in Berlin

Die Kunst liegt auf der Straße – zumindest in Berlin. Denn die deutsche Hauptstadt gehört zu den Hotspots der Urban Art in Europa und wird gerne von Künstlern aus aller Welt als Leinwand genutzt.

Das Video ist auf Englisch, verfügt aber über englische und deutsche Untertitel, die du direkt bei YouTube ein- und ausstellen kannst.

Die Graffiti-Szene startete im Untergrund von New York in den 70er-Jahren und kam innerhalb von ein paar Monaten von Amerika in die Hauptstädte Europas. In Westberlin wurde Street Art hauptsächlich von den damals aus der Gesellschaft ausgeschlossenen Gruppen genutzt. Aber bereits Ende der 70er-Jahre nahm das Interesse an Urban Art zu. Kunstschaffende entdeckten neue Techniken und Stile. Sie nutzen die Straße zum Verbreiten ihrer Botschaften – oftmals politisch motiviert – und nahmen Einfluss an der Veränderung ihrer Stadt. Besonders die Berliner Mauer fungierte als Leinwand. Urban Art etablierte sich auch in Ostberlin, jedoch waren die Künstler hier stärker eingeschränkt, da sie dem sozialistischen Realismus der DDR entsprechen mussten.

Urban Art ist der Hauptbegriff, welcher Street Art, Graffiti und allgemeine Kunst im öffentlichen Raum zusammenfasst.

Schöneberg
Urban Nation Museum

Das Urban Nation Museum (Bülowstraße 7) für urbane, zeitgenössische Kunst wurde im September 2017 in Berlin-Schönefeld gegründet (der Eintritt ist frei). So wie die Hausfassade wechseln auch die Ausstellungen etwa einmal im Jahr. Das Museum ermöglicht einen tieferen Einblick in urbane Kunst, seine Geschichte, Kunstschaffenden und Techniken. Die Urban Nation Initiative unterstützt den Austausch mit den Berliner Vierteln – nicht nur in seinen eigenen vier Wänden, sondern auch durch das One Wall Projekt. Die Idee dahinter ist jedes Jahr fünf Kunstschaffende nach Berlin zu bringen – viele der folgenden Wandgemälde sind durch das Projekt entstanden.

Bülowstraße

Kein Wunder, dass die Straße rund um die beiden U-Bahn Stationen Nollendorfplatz und Bülowstraße voller Urban Art ist, schließlich sind hier auch die Büros der Urban Nation Initiative. Das Gebäude direkt gegenüber vom Museum (Bülowstraße 101, Ecke Bülowstraße/Zietenstraße) wurde von dem in Berlin ansässigen Ecuadorianer Roberto Rivadeneira im Oktober 2020 gestaltet. Im Rahmen des One Wall Projektes kreierte er eine Metapher für die miteinander kollidierenden Zeiträume unter dem Titel Because the moment simply is (frei übersetzt: weil der Moment einfach ist). Aber auch die Häuser drumherum weisen eine bunte Mischung an Street Art in verschiedenen Größen und Formen auf (Bülowstraße 94-98).

Gleich neben dem Museum auf derselben Straßenseite (Bülowstraße 11,12) zieren die Arbeiten der beiden spanischen Kunstschaffenden Deih XLF (erstes Foto unten, links) und David de la Mano (erstes Foto unten, rechts) die Hausfassaden. Letzteres entstand erst im Mai 2019. David de la Mano übermalte sein voriges Werk, da es durch Arbeiten am Haus beschädigt worden war. Der Künstler bevorzugt das Malen von Silhouetten, Bäumen und anderen einfarbigen Symboliken. Dies bestätigt sich auch in seiner neuen Arbeit. Es heißt Gray Habit (frei übersetzt: Graue Gewohnheit) und zeigt eine schwarz-weiße Silhouette einer Frau.
Insgesamt acht Wandmalereien finden sich an der Außenfassade der Häuser (Bülowstraße 32) gleich an der U-Bahn Station Bülowstraße. Die Werke sind von unterschiedlichen Kunstschaffenden wie den englischen Künstlern D’Face und Word to Mother, dem US-amerikanischen Kollektiv Cyrcle sowie Shephard Fairey und der Gruppe Berlin Kidz. Die neuste zusätzlich angebrachte Wandmalerei zeigt eine nackte Frau mit einem roten Handschuh und einer Papiertüte über dem Kopf von 2019. Personen mit der eben erwähnten Papiertüte in einem kritischen Kontext darzustellen ist ein Markenzeichen des deutschen Künstlers Christian Böhmer. Sein Werk Speak Up. Stand Up. (frei übersetzt: Sprich es aus. Steh auf.) setzt sich mit der Gewalt gegen Prostituierte auf der Bülowstraße auseinander.

Mitte
Haus Schwarzenberg

Der kleine Innenhof des Haus Schwarzenberg (Rosenthaler Straße 39, direkt neben den Hackeschen Höfen) verzaubert mit seinen bunten Wandmalereien, Bildern, Graffitis, Collagen und Stickern. Ein näherer Blick wird dringend empfohlen, um all die versteckten Nachrichten, Zeichnungen und kleinen Details zu entdecken. Einige der Wandmalereien werden von Zeit zu Zeit übermalt. Zudem findet sich hier ein Künstleratelier, ein Kino, zwei Bars, das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt und eine Dauerausstellung über Anne Frank.

U-Bahn Station Heinrich-Heine-Straße

Gleich neben der U-Bahn Station der Heinrich-Heine-Straße ist der Eingang des Rockclubs Sage. Die Tür selbst ist unter zahlreichen Malereien versteckt. Das Sage teilt sich seine Räumlichkeiten mit dem KitKatClub, Berlins bekanntestem Fetischclub. Direkt an der gegenüberliegenden Seite des Eingangs zum KitKatClub liegt die Wandmalerei Unter der Hand des deutschen Künstlers CASE.

Nur rund 700 m weiter in die Richtung der U-Bahn Station Mortizplatz (Heinrich-Heine-Straße 36) wartete das Werk Face Time (frei übersetzt: Gesichtszeit) der Kunstschaffenden Various & Gould direkt neben einem Parkplatz. Die Wandmalerei kombiniert die Techniken aus Siebdruckverfahren und Collage.

U-Bahn Station Birkenstraße

Der Junge mit dem verletzten Elefanten ist von dem deutschen Street Art Duo Herakut und den zwei Schweizer Künstlerinnen Wes21 und Onur. Das Wandgemälde trägt die Botschaft As long as you are standing, give a hand to those who have fallen (frei übersetzt: Solange du stehst, gib jenen die Hand, die gefallen sind) – und entstand im Laufe der ersten Ausgabe des Berlin Mural Festivals. Es befindet sich neben der U-Bahn Station Birkenstraße (Stromstraße 36).

Friedrichshain
RAW-Friedrichshain und East Side Gallery

Zu jeder Sightseeing-Tour in Berlin gehört auch ganz klassisch die Besichtigung der East Side Gallery (Müllerstraße 3-100) zwischen den S-Bahn Stationen Warschauer Straße und Ostbahnhof. Das Denkmal ist das längst erhaltene Teilstück der Berliner Mauer. Nach der Öffnung wurde die Mauer auf der Ostseite im Frühjahr 1990 von 118 Künstlern aus insgesamt 21 Ländern bemalt und verziert. Die Kunstwerke stellen die politischen Veränderungen rund um 1989 und 1990 dar.

Das RAW-Friedrichshain – oder RAW-Gelände (Revaler Straße 99, gleich neben der S-Bahn Station Warschauer Straße) ist einer der beliebtesten Orte für Nachtschwärmer in Berlin. Neben den vielen kleinen Clubs und Bars rund um den Platz bietet sich auch eine Entdeckungstour für Street Art Liebhaber an, denn die umgebenen Wände weisen alle möglichen Kunstwerke auf. Bei dem RAW-Gelände handelt es sich um ehemalige Eisenbahnhallen, welche heute für alternative Kulturprojekte zur Verfügung stehen. Es ist auch das Zuhause des Urban Spree, einer kleinen Kunstgalerie mit wechselnden Ausstellungen (der Eintritt ist frei), aber auch einem Ort für Konzerte und Festivals.

Holzmarkt25

Der Holzmarkt25 (Holzmarktstraße 25, gleich neben der S-Bahn Station Ostbahnhof) kreiert eine Art eigenes Dorf mitten zwischen den Vierteln von Mitte, Friedrichshain und Kreuzberg. Neben einer Musikschule, einer Kita, verschiedenen kreativ-arbeitenden Unternehmen, hat es auch seine eigene Bar, Restaurants und ein Säalchen für Veranstaltungen. Aber noch wichtiger: Es bietet den perfekten Ort, um direkt an der Spree zu chillen, ein Bier von der eigenen Brauerei zu trinken – und das mit seinem eigenen Club Kater Blau gleich nebenan. Die Häuser und Wände des alternativen Viertels sind voller Malereien und Kunst.

Volkspark Friedrichshain

Attack of the 50 Foot Socialite (deutscher Titel: Angriff der 20-Meter-Frau) ist ein Wandgemälde (Am Friedrichshain 33, schräg gegenüber vom “Märchenbrunnen” im Park) vom US-amerikanischen Künstler Tristan Eaton. Das Bild wurde von den ikonischen Filmpostern des gleichnamigen US-Films von 1958 beeinflusst. Das Wandbild war auch Teil des Urban Art Projektes.

Kreuzberg
U-Bahn Station Gleisdreieck

Aufstand der Farben (Luckenwalder Straße 11) war ein Projekt der Interbrigades e.V. vom Juli 2009. Das Wandporträt umfasst 600 Quadratmeter. Es wurde von den lateinamerikanischen Street Art-Künstlern Shamaniko, Hechiza, Somos und UKI sowie vier deutschen Kunstschaffenden aus Berlin kreiert. Insgesamt dauerte die Fertigstellung einen Monat.

U-Bahn Station Hallesches Tor und Tommy-Weisbecker-Haus

Gleich neben dem Ausgang der U-Bahn Station Hallesches Tor (Mehringplatz 28) finden sich die Wandporträts Make Art Not War (frei übersetzt: Mach Kunst, nicht Krieg) vom US-Amerikaner Shephard Fairey und Hoodie Birds des dänischen Künstlers Don John. Beide Werke entstanden im Rahmen des One Wall Projektes in 2014. Nur ein paar Schritte weiter finden sich zwei weitere Wandbilder (Ecke Franz-Kühls-Straße/Friedrichstraße) von Aryz (drittes Foto) und dem spanischen Street Art Duo PichiAvo (zweite Reihe, erstes Foto), welche während der Urban Art Week 2019 entstanden. Um die Ecke sind noch viel mehr Malereien versteckt: Ein ganzer Hauskomplex (Wilhelmstraße 2-6) ist mit Porträts von Menschen mit unterschiedlichen ethnischen Hintergründen geschmückt.

Mein Lieblingswandbild zeigt einen Elefanten mit Ballon in Form der Erde des Berliner Künstlers Jadore Tong. Es findet sich auf der Rückseite des Tommy-Weisbecker-Haus (Wilhelmstraße 7) im Hintergrund eines Basketballplatzes und direkt vor dem Theodor-Wolff-Park. Das Haus ist ein selbstverwaltendes Wohnkollektiv, benannt nach dem linksextremen Thomas Weisbecker. Aber auch ein Gang um das Haus lohnt sich, da alle vier Wände mit Kunst geschmückt sind.

U-Bahn Station Kottbusser Tor

Der Astronaut/Cosmonaut (Oranienstraße 195) entstand im Rahmen des Backjumps – The Live Issue Projekts in 2007. Das Wandporträt wurde mithilfe von Schablonen von dem portugiesischen Künstler Victor Ash entworfen. Die Inspiration zu dem Motiv gab der Kalte Krieg, in dem die USA und Sowjetunion nicht nur ein Wettrüsten gegeneinander veranstalteten, sondern auch versuchten sich gegenseitig in der Raumfahrt zu übertrumpfen. Das geteilte Berlin war ebenfalls Teil dieses Konflikts zwischen Ost und West. Daher wollte Ash das Kunstwerk nahe der ehemaligen Grenzlinie anbringen. Die Schriftzüge drum herum gehören nicht zum Original, sondern kamen im Laufe der Zeit von anderen Taggern hinzu. Das Wandbild ist in der Nähe der U-Bahn Station Kottbusser Tor. Auf dem Weg begegnet man auch der alten Dame mit dem Pelikan und Kaffee in der Hand (Skalitzer Straße 134) – dieses Wandporträt ist gleich neben einem Coffee Shop zu finden.

Prenzlauer Berg
Schwedter Straße

Die Schwedter Straße im Stadtteil Prenzlauer Berg war zum wiederholten Male einer der Standorte des One Wall Projektes. Der spanische Street Artist Deih XLF machte 2017 mit seinem Science-Fiction Wandbild (Schwedter Straße 34) den Auftakt, in dem er seine Introspektive von Gefühlen reflektierte und sein Innenleben zeichnete. Ein Jahr später folgte das Berliner Künstler-Trio Innerfields mit einer weiteren Hausfassade (Schwedter Straße 30) – mit einer zynischen Beobachtung zur Digitalisierung und sozialer Entwicklung. Das neuste Gemälde verbindet die wohlbekannte Comicfigur Snoopy mit realistisch-optischen Täuschungen (Schwedter Straße 29). Der Engländer Fanakapan kombiniert zwei mit drei Dimensionen – ein genauerer Blick zeigt ihn als Spiegelung im 3D-Ballon, wie er ein Foto mit seinem Handy schießt. Ein Stück weiter ist die Internationale Tankstelle FIT (Schwedter Straße 261). Nicht nur die Tankstelle ist besprüht, sondern auch all ihre Wände drumherum. In der hübschen Seitenstraße mit Wimpelketten befindet sich ein Buchladen mit Malereien von einem Kind, welches auf einer Giraffe und einem Elefanten (Choriner Straße 49) reitet.

Andere Bezirke
Tegel

Die Neheimer Straße in Tegel ist das Zuhause von vier Hochhäusern mit acht Wandbildern auf beiden Seiten des Hauses. Sie entstanden in verschiedenen Jahren durch das One Wall Projekt. Manche von ihnen wurden sogar bereits von neuen Urban Art Künstlern übermalt – diese acht Wandbilder sind aktuell in Tegel zu finden.
Das erste Summer of Peace (frei übersetzt: Sommer des Friedens) wurde 2015 von dem Australier FINTAN MAGEE (Bernauer Straße 133/ Neheimer Straße 2) fertiggestellt und ist durch das Kinderbuch A Child’s Garden von Michael Foreman inspiriert. Rund einen Monat später entstand das Werk On Tiptoes (frei übersetzt: Auf Zehenspitzen) der US-amerikanischen Zwillingsbrüder How and Nosm (Neheimer Straße 6) im Artpark Tegel.
Ein Jahr darauf in 2016 folgte das Wandbild The Starling (frei übersetzt: Der Star) des dänischen Duos Collin van der Sluijs und Super A (Neheimer Straße 6). Die Malereien der beiden Künstler wirken oft verträumt und unwirklich. Ihr ausgesuchtes Motiv symbolisiert die Stärke des Kollektivs. Ein weiteres Wandgemälde von 2016 ist Lads are back (frei übersetzt: die Jungs sind zurück) des englischen Duos The London Police (Neheimer Straße 8), welche kräftige Farben und einfache ikonische Charaktere nutzen, um positive Kunst zu schaffen. Playing Cards (frei übersetzt: Spielkarten), gemalt von dem Italiener Pixel Pancho (Neheimer Straße 2) folgte nur wenige Monate später. Typisch für den Künstler ist seine Arbeit mit erdigen Farben und roboterartigen Figuren.

Das Schweizer Künstlerinnen Duo Queenkong arbeitete 2019 in Kollaboration mit dem Polen Tankpetrol. Ihr Wandgemälde 2268miles & Lunchadora Pachamama (Neheimer Straße 4) kombiniert die Arbeit Pilot Girl (auf der linken Seite) von Tankpetrol mit dem naturalistischen Stil des Schweizer Duos. Letzteres weist auf die Bedeutsamkeit von Achtsamkeit für die Natur hin.
Die neusten beiden Projekte des Open Wall des Artparks Tegel folgten 2020. Der Berliner Maler, Illustrator, Musiker und Konzeptkünstler Jim Avignon schuf sein Wandbild (Neheimer Straße 8) über ein Abenteuer im Heißluftballon und die Zukunft zwischen Unsicherheit und Aufbruch. Das neuste Werk von BustArt (Neheimer Straße 4) spielt mit dem Stil aus Graffiti-Pop und Comic. Departure (frei übersetzt: Abreise) ist der Name seines Gemäldes und verweist auf den ehemaligen Flughafen in Tegel.

Neukölln

Dieses Werk war mehr eine Art Zufallsfund von mir: Auf der Vorderseite eines Parkplatzes (Donaustraße 94-95) eines Supermarkets befindet sich ein riesiges Wandgemälde mit dem Motto Schöne Neue Welt.

Charlottenburg

Mit Malereien übersäht ist die Vorderseite eines Hotels (Stuttgarter Platz 17) im Stadtteil Charlottenburg. Die Hausfassade wurde vom irischen Künstler Dom Browne entworfen.

Eines der ältesten Wandbilder Berlins ist das Schiff Phoenix (Wintersteinstraße 29) von 1989 des Berliner Künstlers Gert Neuhaus – die gute Erhaltung des Werks ist besonders in Anbetracht dessen überraschend, dass urbanen Kunst als eine vergängliche gilt.

Midsommar in Berlin

Dreißig Grad im Schatten, die Sonne scheint, das Bier ist kalt gestellt und Blumenkränze zieren das Haar. Am 24. Juni feierte Berlin sein Midsommar Festival mit traditionellem Mittsommerbaum.

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Skandinavische Traditionen

Midsommar oder in Deutsch “Mittsommer” bezeichnet die Sommersonnenwende. An diesem Tag erreicht die Sonne ihre höchste Position am Himmel. Mitsommer wird besonders von Nordeuropäern gefeiert, wie Skandinaviern und – ganz speziell – in Schweden. Diese Länder weisen eine kurze Sommerzeit auf.  Während der Mitsommertage im Norden sieht es dort so aus, als würde die Sonne niemals untergehen. Es ist die hellste Nacht im Jahr. In Skandinavien wird Mitsommer an einem Freitag zwischen dem 19. und dem 25. Juni gefeiert.

Blumen unterm Kopfkissen

Das Mittsommer Festival in Berlin existiert seit 2012. Jedes Jahr treten hier unterschiedliche Bands und DJs auf, spielen Musik und laden zum Tanzen ein. Außerdem bietet das Festival einen Workshop, um zu lernen, wie man Blumenkränze zusammen steckt, einen Mittsommerbaum, traditionelle Tänze und Spiele. Zu Beginn des Events können die Besucher ihre eigenen Blumenkränze (“midsommarkrans”) erfinden. Meine Freundin und ich haben uns daran probiertSDC11831 – mehr oder weniger erfolgreich. Wenn ihr übrigens beim nächsten Mal eigene Kränze kreieren wollt, solltet ihr möglichst gleich zu Beginn des Festivals kommen. Wir kamen zwei Stunden nach Beginn und hatten unsere Probleme noch Blumen zu finden, ganz zu Schweigen von Draht. Ich fürchte das war auch der Grund, weshalb meine Blumen leicht verwelkt aussahen.

Ich hab noch von einer süßen Tradition gelesen. Demnach soll man auf dem Nachhauseweg sieben verschiedene Blumen pflücken und diese in der Nacht unter sein Kopfkissen legen. Angeblich wird einem dann seine zukünftige Liebe im Traum begegnen. Ehrlich gesagt habe ich es ausprobiert, aber dummerweise kann ich mich nicht mehr an meine Träume von dieser Nacht erinnern. Vielleicht werde ich es nächstes Jahr dann nochmal probieren.



Tanzen  wie ein Frosch oder Flöte spielen

Ähnlich dem Maibaum ist der skandinavische traditionelle Mittsommerbaum, die “midsommarstång”. Die Leute tanzen um den Baum herum. Aber natürlich lässt es sich auch ohne Baum tanzen. Der Mittsommer Guide des Festivals erklärt verschSDC11871iedene Arten von Tänzen. Einer davon ist der “Små grodorna”, übersetzt meint es so viel wie “die kleinen Frösche”. Der Guide rät, man solle Frösche immitieren (und auch Schweine oder Elefanten). Ein anderer Tanz ist “Vi äro musikanter” übersetzt in “Wir sind die Musikanten”. Die Regeln für diesen Tanz besagen verschiedene Instrumente wie Violine, Trompete und ähnliches zu imitieren. Eine weitere Tradition sind klassische Spiele wie der Eierlauf, Sackhüpfen oder einen Nagel, mit so wenig Schlägen wie möglich, in ein Brett zu schlagen. Außerdem wartet im hinteren Garten noch eine kleine finnische Sauna auf die Besucher (und daneben eine Wanne voller Eiswürfel).

Das Festival bietet zudem eine Menge verschiedener Foodtrucks und kleiner Essenswägen. Dort wird traditionelles Essen wie Köttbullar ebenso angeboten wie auch – und das wäre wohl nicht ganz so typisch für ein Mittsommerfest – Pommes, Waffeln und brasilianische Pfannkuchen.

Kostenlose Eintrittskarten in Berlin

Ich kann das Festival wirklich nur wärmstens weiter empfehlen. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich noch nie auf einem Mittsommerfestival in Skandinavien war und daher fürchte ich, dass ich die besten Mittsommefeste bisher verpasst habe. Trotzdem war das Festival ein schönes Erlebnis: Das Wetter war großartig, es hat total Spaß gemacht sich eigene Blumekränze zusammenzustecken und meine Freunde und ich haben auch die skandinavische Folkmusik sehr genossen. Ein kleiner Hinweis noch am Ende: Wenn du Lust hast zum nächsten Mitsommer Festival in Berlin zu gehen, solltest du dich unbedingt vorher registrieren, da du dann eine kostenlose Eintrittskarte erhälst. Wenn du erst an der Abendkasse ein Ticket kaufst, musst du dagegen zehn Euro bezahlen.

Food Market in Berlin

Ich liebe es neues Essen aus anderen Ländern kennenzulernen oder auch Gerichte zu essen, die ich bereits von meinen letzten Reisen kenne (das erinnert mich immer an die guten Zeiten dort). Deswegen habe ich mich auch besonders gefreut, als ich gehört habe, dass es regelmäßig einen Food Market am “Görlitzer Bahnhof” in Berlin gibt.

Arepas

Von der Schweiz bis nach Peru …

In Berlin kann zwischen verschiedenen Food Märkten gewählt werden. Ich war mit einem Freund in der “Markthalle Neun” (Eisenbahnstraße 42/43, Berlin-Kreuzberg) in der Nähe des “Görlitzer Bahnhofs” (U1) und wollte dort einige neue kulinarische Experimente wagen. Der Markt hat jeden Donnerstag zwischen 17.00 und 22.00 Uhr geöffnet. Dort finden sich alle möglichen Gerichte von so ziemlich jedem Fleckchen Erde, den es so gibt. Von der Schweiz bis Peru, über den Vietnam bis zu Italien kann zwischen verschiedenen Ständen mit unterschiedlichem Essen, auch aus “ungewöhnlicheren” Ländern, gewählt werden.

Sommerrolle

Als erstes entschieden wir uns für etwas Asiatisches, was uns als “Sommerrolle” angepriesen wurde. Dabei handelt es sich um gefülltes Reispapier mit Tofu, Paprika, Gurke, Reisnudeln, Chinakohl und frischen Kräutern mit Erdnuss-Hoisin Soße. Es war richtig lecker.  Mein Freund kauft sich noch etwas ähnliches wie Samosa gefüllt mit Fleisch von einem afrikanischen Stand.

Die Location des Foodmarkts: Die Markthalle Neun
"Sommerrolle" an einer der aasiastischen Stände
Kimshi, ein typisches Gericht aus Korea
Kleine leckere Kuchen
Mein Dessert: Mousse au chocolat in einer fluffigen Waffel

Naan Brot + Sandwich = Naanwich

Es war wirklich ziemlich schwierig sich zwischen den einzelnen Angeboten zu entscheiden, da es so viele unterschiedliche und kreative Gerichte gab, welche auch einfach so lecker aussahen. Am Ende haben wir uns schließlich für “Naanwich” entschieden. Das Wort setzt sich aus den beiden Begriffen des Naan Brotes (für Indien typisches Brot) und natürlich dem Sandwich zusammen. Da liegt es nahe, dass es sich bei “Naanwich” um indisches Essen gehandelt hat. Es konnte zwischen Fleisch (12 Stunden gekochtes Schweinefleisch) und Tikka Käse (Panir) gewählt werden. Das war mit Salat, verschiedenes Gemüse, Koriander und Mint-Joghurt-Soße in Brot eingewickelt. Es war aber alles andere als einfach das zu essen, dafür schmeckte es umso besser (ehrlich gesagt liebe ich indisches Essen sowieso).

Fluffige Waffeln gefüllt mit Mousse au Chocolat

Mein Freund entschloss sich noch den Wein zu probieren, der auf dem Markt an einem Weinstand angeboten wurde. Ich wollte mein Geld lieber in einen Nachtisch investieren. Leider habe ich den Namen vergessen. Aber es war eine Waffel (total fluffig) auf eine bestimmte Art eingerollt, bis es Ähnlichkeit mit einer normalen Eiswaffel hatte, und gefüllt mit Mousse au Chocolat. Natürlich konnte man zwischen verschiedenen Füllungen wählen, neben Baileys auch zwischen Erdbeer, Banane, Nutella oder einfach klassisch mit Zimt und Zucker. Der Abend war wirklich sehr gelungen, weswegen wir auf jeden Fall mal wieder kommen werden. Nach dem der Markt geschlossen hatte, dehnten wir den Abend noch etwas mit einem Bier in der nächsten Bar aus.

Offizielle Seite: Markthalle Neun

 

Winterwelt Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz

Berlin hat über 50 verschiedene Weihnachtsmärkte, einer von ihnen ist die “Winterwelt” am Potsdamer Platz. Der Potsdamer Platz gehört zu den beliebtesten Touristenzielen in Berlin, da er nah am Brandenburger Tor und so an der damaligen Berliner Mauer liegt. Zudem findet sich hier eine der ersten Ampeln Europas (1924), aber auch zwei große Einkaufzentren sowie das Sony Center. Während der Weihnachtszeit wird hier ein riesiger Markt aufgebaut – oder eigentlich sogar zwei, da sie voneinander getrennt sind. Die beiden Weihnachtsmärkte sind sehr einfach mit Hilfe von S- und U-Bahn zu erreichen, die Station heißt ebenfalls “Potsdamer Platz”.
 

Der Weihnachtsmarkt hat eine riesige Rutschbahn aus Eis (allerdings muss hierfür Eintritt gezahlt werden). Weiter kann sich auch am Eisstockschießen oder Schlittschuh laufen geübt werden. Die “Salzburger Schmankerl’ Hüttn” bieten zudem verschiedene typische Gerichte aus Deutschlands Nachbarland Österreich. Neben “Obazda” (eine pikante Käsezubereitung – vor allem sehr typisch für Bayern), “Brettljause” (eine Holzplatte voller verschiedener Wurst- und Fleischsorten), Gulasch, “Kasnocken” (ähnlich der deutschen Version von Käsespätzle), auch süße Gerichte wie Kaiserschmarrn, Sachertorte und Apfelstrudel.

Meine Lieblings-Weihnachtssüßigkeit – Schneeballen

Eines meiner Lieblingsnaschereien auf dem Weihnachtsmarkt des Potsdamer Platzes war “Schneeballen”. Ich habe es das erste Mal dort auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin entdeckt. “Schneeballen” sind riesige, keksartige Bälle mit Schokoladenglasur und verschiedenen Füllungen. Ich habe mich für einen mit weißer Schokolade und Nougat-Füllung entschieden. Ich will ja nicht zu viel Schleichwerbung machen, aber diese “Schneeballen” waren echt verdammt lecker.

Eine Rutschbahn aus Eis
 
 
Im Einkaufszentrum
"Schneeballen" - Schneebälle aus Schokolade
 

Natürlich ist essen nicht das einzige, was auf dem Weihnachtsmarkt des Potsdamer Platzes gemacht werden kann. Um genau zu sein bietet sich der Markt bzw. seine Geschäfte drum herum zum Weihnachtsshopping ein. Das nebenstehende Kaufhaus ist voller goldener Lichter und über und über mit Weihnachtsschmuck verziert. Meiner Meinung nach ist es etwas kitschig (aber Hey, es ist Weihnachten). Auch ziemlich kitschig ist der riesige und bunte Weihnachtsbaum, welcher über und über mit Lichtern geschmückt wurde, vor dem Theater am Potsdamer Platz. Zu aller letzt bieten aber natürlich auch die Budenbesitzer Verschiedenes wie Kleidung, Weihnachtsschmuck, Lampen oder handgemachte Wollmützen an.

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